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Adäquater und sicherer Roll-Out einer KIS-Migration in eine VDI-Umgebung

Adäquater und sicherer Roll-Out einer KIS-Migration in eine VDI-Umgebung

Meine Tätigkeit als Support Engineer führt mich immer wieder in Krankenhäuser – hier erlebe ich, vor welchen Herausforderungen solche Einrichtungen beim Roll-Out einer KIS-Migration in VDI-Umgebungen immer wieder stehen. In diesem Blog gehe ich detaillierter auf die häufigsten Herausforderungen ein und erläutere, wie sie sich meiner Meinung am besten angehen lassen, um eine solche Migration so reibungslos und zuverlässig wie möglich zu gestalten.

 

Herausforderungen vor der Migration

Krankenhäuser setzen häufig eine Krankenhausinformationssystem (KIS)-Software ein. Früher entwickelten die Krankenhäuser ihre KIS-Software noch selbst, heute suchen sie immer häufiger entsprechende Lieferanten.

Der Schritt hin zu einem KIS-Lieferanten kann die IT-Abteilung in einem Krankenhaus entlasten, wenn der Lieferant regelmäßige Updates für das KIS-Softwarepaket anbietet.

Anbieter von KIS-Software legen bei der Migration oft keinen Beleg dafür vor, dass ihre Anwendung hierfür geeignet ist, entsprechende Zugriffsmöglichkeiten bietet und ihre Leistung dennoch konstant bleibt. Dadurch sind Krankenhäuser nach der Migration oft mit Performance-Problemen bei den Endbenutzern konfrontiert. Aber gerade in Krankenhäusern ist es buchstäblich lebenswichtig, dass eine KIS-Software 24/7 zugänglich ist. Wenn eine KIS-Software nicht leistet, was sie sollte, oder nicht darauf zugegriffen werden kann, kann dem Patienten weder geholfen werden noch kann der Arzt seine Rechnung schreiben. Das führt nicht nur zu mangelnder Effizienz, sondern kann auch lebensbedrohliche Situationen zur Folge haben. 

Außerdem sehe ich häufig, dass IT-Abteilungen den Einsatz eines neuen KIS-Software-Paketes mit der Implementierung einer neuen IT-Umgebung verknüpfen. Diese IT-Umgebung enthält nicht nur neue Hardware, sondern auch den Roll-Out und das Management neuer Software wie z.B. Windows 10, Citrix 7.x, Vmware 7.x in der VDI-Umgebung. Dies macht die Situation noch komplexer; hier gilt es, Hardware und Software ausführlich zu testen und zu optimieren, bevor diese in Betrieb genommen werden können.

Die ersten Schritte und Schwerpunkte, auf die ich hinweisen möchte, um eine KIS-Migration angemessen durchzuführen, sind:

  1. Erstellen Sie einen inhaltlich soliden Testplan und beziehen Sie den Faktor EUX hier mit ein.
  2. Starten Sie so früh wie möglich mit Performance-Tests einzelner Komponenten. Mit dem hierdurch erhaltenen Feedback kann man schon an die Arbeit gehen (d.h. Verbesserungen vornehmen), bevor die Migration in ihre Hauptphase eintritt.
  3. Beginnen Sie mit Performance-Tests außerhalb von Citrix oder VDI. Es geht ja um die KIS, Funktionalität und die dem zugrunde liegende Hardware und Infrastruktur. Denken Sie sich Use Cases aus, bei denen es möglichst viel um die betreffenden Komponenten geht.

Herausforderungen während der Migration

Testen ist ein sehr wichtiger Aspekt bei Migrationsprozessen. Dies geht über das bloße Testen der Funktion der Umgebung und der Anwendungen hinaus. Es gilt u.a. zu überprüfen, ob die Infrastruktur so beschaffen ist, dass sie die geplanten Arbeitssitzungen bewältigt. Allzu oft habe ich schon erlebt, dass dies nicht der Fall ist, woraus dann sehr unangenehme Situationen mit Geschäftsleitung, Beratungs-Unternehmen und IT-Anbietern entstehen.

Nach dem Roll-Out der Umgebung muss die Umgebung mit der entsprechenden Maintenance und Updates versorgt werden. Bei der Suche nach Anbietern von KIS-Software wird uns bewusst, dass Entwickler ständig weiterarbeiten – und zwar an Updates. Viele dieser Anbieter haben die Regelung eingeführt, dass man nur einen "Rückstand" von einer bestimmten Zahl an Updates aufweisen darf, um noch Support zu erhalten. Dadurch ist eine kontinuierliche Versorgung mit Updates gewährleistet. So wird übrigens nicht nur von Anbietern von KIS-Software vorgegangen, sondern auch bei Windows 10. Deshalb ist es wichtig, dass bei der Migration nicht nur die funktionalen Bestandteile erneuert werden, sondern auch die internen Prozesse.

Ein Prozess, der in Krankenhäusern von größerer Bedeutung ist, um den kontinuierlichen Strom von Updates sicher zu installieren, ist der so genannte DTAP-Prozess. Diese Abkürzung steht für "Development, Testing, Acceptance and Production". Der Prozess betrifft Ihr Image- und Software-Management. Wenn Sie alle Schritte befolgen, besteht für Sie nur ein minimales Risiko, dass in der Produktionsphase Probleme auftauchen, da alles drei Mal getestet wird. Da der Fokus bei diesem Prozess nicht nur auf Funktionsaspekten – wie Startzeiten von Anwendungen, Suchdauer von Usern im KIS-Software-Paket sowie maximales gleichzeitiges User-Fassungsvermögen des Systems – liegt, erhalten Sie als IT-Manager eine deutlich höhere Kontrolle über die Umgebung. Hierdurch können Sie eine viel bessere Performance-Garantie geben, wenn das Image wirklich in Produktion geht. Dies sorgt letztendlich für eine Verringerung der Supportanfragen, bessere Performance und (ebenfalls nicht unwichtig) es bleibt mehr Zeit und Geld für andere Themen.

Herausforderungen nach der Migration

Jetzt, wo die Umgebung in den Produktionsprozess eingebunden ist, ist das Monitoring von Performance und EUX nach wie vor ein wichtiges Thema. Dies kann nach herkömmlichen Methoden geschehen, bei denen die Aufmerksamkeit vor allem den "Hard Metrics" sowie der Frage gilt, ob der Server On- oder Offline ist. Doch Performance ist mehr als nur CPU-Auslastung oder IOPS – auch hier ist es noch immer von Bedeutung, zu wissen, wie die Erfahrung des End Users (EUX) ist.

Kurzerläuterung von Fachbegriffen:

Was ist ein KIS-Software-Paket?

Eine Krankenhausinformationssystem (KIS)-Software ist eine Anwendung/Datenbank, in der alle Patientendaten stehen, die durch die Pflegeeinrichtung erfasst wurden.

Was ist Server-seitiges VDI?

Bei einem Server-seitigen VDI geht es um die Desktop-Virtualisierung im Datencenter. Die Image-Datei eines virtuellen Managementsystems liegt hier nicht auf einem lokalen Computer, sondern auf dem Server. Über einen Thin-Client, PC, Laptop oder Tablet kann dieses Image so gemanagt und gebraucht werden, als ginge es um die lokale Installation auf einer vollständig ausgestatteten Workstation. Der große Vorteil für die IT-Abteilung: So kann eine VDI-Umgebung von einem einzigen Punkt aus gesteuert werden. Und ein Endbenutzer arbeitet hiermit im Remote-Modus ebenso gut wie lokal. Beispiele für solche VDI-Lösungen: VMware View, Citrix XenDesktop, Microsoft Virtual Desktop Infrastruct.

Was bedeutet EUX?

EUX steht für "End-User eXperience". In meinem Blog ist das meine Bezeichnung für die Erfahrung des/der End User(s). Ich bin nämlich der Meinung, dass für Endbenutzer des KIS-Software-Pakets – dies sind ja oft Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger –  eigentlich der entscheidendste Faktor sind, ob die "Performance" tatsächlich gegeben ist und akzeptabel ist. Es geht also nicht nur um Hardware-Metrics.

About the author

Tom Willemsen is a Support Engineer at Login VSI and helps customers and gives advice about testing with Login VSI. He loves to travel, read about history, and see different cultures. In his free time, Tom likes to game and watch movies.


Tags: Login VSI

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Rob Girard, Technical Marketing Engineer at Tintri